„Nothing but a hounddog“

 

"Rahel-Maria Scheurer hat sich mit ihrer Arbeit «Nothing but a Hound Dog» im Dachstock des ehemaligen Pförtnerhauses in der ehemaligen Papierfabrik in Cham eingenistet und diesen mit ihrer Kunst besetzt, gefüllt und ausgemalt. Ihre Malerei überzieht die Wände in mehreren Schichten, sie malt auf Stoffen, aber auch auf Gegenständen wie Lampen und Schemel. Diese kauft sie auf Ricardo oder Tutti zusammen und bemalt sie ebenso wie die Flächen. «Das Prinzip ihrer Malerei heisst Collage und Patchwork, und mit dieser gekonnten, vielschichtigen, malerischen Installation erzeugt sie eine dichte Atmosphäre, in die man eintauchen kann», so Stefan Schulz, Präsident der Max von Moos-Stiftung. «Die Motive – der Jagdhund beispielsweise, der der Arbeit auch den Titel gibt, taucht mal auf der Lampe, mal im Wandbild, mal auf der Bluse der Künstlerin auf. Die vielen Tiermotive kommen aus den einschlägigen Social Media Kanälen, man erkennt Grumpy Cat oder lustige Hasen, und es wird einem klar, Malerei heute hat auch mit der digitalen Transformation zu tun und nicht nur mit Kunstgeschichte. Das grosse Thema der Arbeit «Nothing but a Hound Dog» von Rahel-Maria Scheurer ist nämlich die Verbindung von Leben und Kunst. Als gelernte Theatermalerin fällt es ihr leicht, Räume auszumalen. Wie sie aber sich und ihr Leben, ihre Partnerschaft, Existenz und Einmaligkeit in ihre Kunst hineinmalt, das ist äusserst komplex und sinnlich zugleich. Max von Moos hätte seine Freude an dieser existentialistischen Malerei gehabt, weil diese das Pförtnerhaus in Cham mit Emotionen und Stil, Symbol und Material in eine begehbare Künstlerinnenwelt der Gegenwart verwandelt." (Text aus der Webseite der Hochschule, Laudatio von Stefan. G. Schulz, Präsident der Max von Moos Stiftung)